| Fechtturniere
werden in der Regel in einzelnen Altersklassen ausgetragen bzw. erfolgt
bei Turnieren eine getrennte Bewertung der jeweiligen Wettbewerbe nach folgenden
Altersklassen: Schüler (10 bis 12 Jahre) B-Jugend (12 bis 14 Jahre) A-Jugend (14 bis 17 Jahre) Junioren (17 bis 19 Jahre) Aktive (ab 19 Jahren) Senioren (ab 40 Jahren bzw. Sonderklasse ab 30 Jahren) |
||||||||||||||||||||||
| Entspricht dem Kommando "Los" zu Beginn oder nach einer Unterbrechung des Gefechtes | ||||||||||||||||||||||
| Bestätigung der Turnierreife nach erfolgreichem Abschluss der fechterischen Grundausbildung | ||||||||||||||||||||||
| Offensive Aktion, bei der die gegnerische Trefffläche durch eine Vorwärtsbewegung und gleichzeitige Streckung des Waffenarmes bedroht wird. |
||||||||||||||||||||||
| siehe Intention | ||||||||||||||||||||||
| siehe Intention | ||||||||||||||||||||||
| siehe Treffervorrecht | ||||||||||||||||||||||
| Einfache Beinbewegung
mit dem Ausfallbein, Vortäuschung einer Angriffsbewegung, um eine gegnerische
Reaktion zu provozieren. |
||||||||||||||||||||||
| Übungsgefecht | ||||||||||||||||||||||
| Zwischen- oder Aufhaltstoß in einen zu kurz vorgetragenen gegnerischen Angriff hinein | ||||||||||||||||||||||
| 1. In der Wettkampfausschreibung ausgewiesener Zeitpunkt, zu dem alle Fechter sich vor Turnierbeginn angemeldet und ihren Fechtpass abgegeben haben müssen. Säumige Fechter werden nochmals ausgerufen und nach einer festgelegten Frist von der Teilnahme am Wettkampf ausgeschlossen. 2. Zu Beginn jeder Wettkampfrunde ruft der Obmann alle beteiligten Fechter auf, sich an der Fechtbahn zu melden. Nicht erschienene Fechter werden nach wiederholtem zweimaligen Aufruf ausgeschlossen. |
||||||||||||||||||||||
| Auf der Fechtbahn nehmen die Fechter so Aufstellung, dass immer der zuerst aufgerufene Fechter eines Gefechts sich rechts vom Obmann anschnallt. Ist unter den beiden Fechtern jedoch ein Linkshänder, stellt dieser sich links vom Obmann auf. Dadurch wird vermieden, dass beide Fechter mit dem Rücken zum Obmann stehen. | ||||||||||||||||||||||
| Ein für
den Fechter sehr wichtiges Element der Beinarbeit. Die meisten Angriffe
sind abschließend mit einem Ausfall, d.h. einem
plötzlichen Vorschnellen des Oberkörpers verbunden. Durch den
Ausfall versucht der Fechter in eine enge Mensur zu gelangen, um einen
Treffer zu erzielen. |
||||||||||||||||||||||
| Das vordere Bein eines Fechters in Fechtstellung bezeichnet man als Ausfallbein. Entsprechend dem Waffenarm ist es beim Rechtshänder das rechte und beim Linkshänder das Linke Bein. | ||||||||||||||||||||||
| Das Ausforschen
von Stärken und Schwächen des Gegners gehört zu den strategisch-taktischen
Verhaltensweisen in einem Gefecht. Jeder Fechter versucht möglichst viele Informationen über das Kampfverhalten seines Gegners, über sein technisches und athletisches Vermögen sowie seinen konditionellen und moralischen Zustand aufzunehmen. |
||||||||||||||||||||||
| Position des
Fecht- und Waffenarmes. In der Normalauslage ist der Waffenarm leicht gebeugt,
und die Waffenspitze zeigt in Richtung der gegnerischen Trefffläche.
Wird der Arm gestreckt, befindet er sich in Linie. Bei allen anderen Positionen (siehe auch Einladungen) zeigt die Waffenspitze an der gegnerischen Trefffläche vorbei. |
||||||||||||||||||||||
| Die Ausrüstungsvorschriften
des DFB beinthalten die Sicherheitsnormen für alle Bestandteile der
Fecht- und Schutzkleidung sowie für die Waffen. Die Einhaltung dieser
Normen ist für Turniere verbindlich und wird ebenso für den Trainingsbetrieb
empfohlen: Ausrüstungsvorschriften des DFB vom 1.1.2006 (PDF-Datei) |
||||||||||||||||||||||
| Kurzer kräftiger Schlag auf die gegnerische Klinge, wodurch diese aus ihrer bedrohenden Richtung entfernt werden oder die durch den Gegner dargebotene Blöße (freie Trefffläche) vergrößert werden soll oder auch eine Reflexbewegung des Gegners beabsichtigt wird. | ||||||||||||||||||||||
| Sprung vorwärts mit unmittelbar anschließendem Ausfall | ||||||||||||||||||||||
| Aus der Fechtstellung heraus ausgeführte Beinbewegungen wie beispielsweise Schritt, Sprung oder Ausfall. | ||||||||||||||||||||||
| Berliner Fechterbund | ||||||||||||||||||||||
| Erfassen
und Beherrschen der gegnerischen Klinge mit der eigenen Klinge, um die
gegnerische Klingenspitze aus der bedrohenden Angriffslinie abzudrängen. |
||||||||||||||||||||||
Die Blockadezeit
ist die Zeit, ab der ein Treffermeldegerät nur noch den Treffer anzeigen
darf, der zuerst aufkommt. Auf der Seite des mitstoßenden Fechters
dürfen dann keine Lampen mehr aufleuchten. Für die einzelnen
Waffen sind folgende Blockadezeiten festgelegt: |
||||||||||||||||||||||
| Teile der gültigen Trefffläche. Es gibt zwei obere und zwei untere Blößen, die jeweils nach innerer bzw. äußerer Körperlage unterschieden werden. | ||||||||||||||||||||||
| Zusätzliche
Assistenten, die den Obmann bei der Leitung eines Gefechts unterstützen
und insbesondere darauf achten, dass nicht durch Bodenstöße außerhalb
der Wettkampfbahn die elektrische Trefferanzeige
ausgelöst wird. Bodenrichter sind heute im modernen Sportfechten nur noch beim Degenfechten in Ausnahmefällen erforderlich. |
||||||||||||||||||||||
| Als Bodentreffer
bezeichnet man Stöße, die auf dem Boden neben der Fechtbahn
aufkommen. Je nach Waffenart lösen Bodentreffer aufgrund der unterschiedlichen elektrischen Schaltungen folgende Reaktionen aus: Beim Florettfechten leuchtet die weiße Lampe des elektrischen Treffermelders auf, die einen ungültigen Treffer signalisiert und der Obmann unterbricht das Gefecht. Beim Degenfechten leuchtet die gültige Trefferlampe (rot bzw. grün) auf. Das Gefecht wird unterbrochen, der Treffer aber nicht gezählt. Zur Unterstützung des Obmanns kann ein Bodenrichter eingesetzt werden. Stöße auf die Fechtbahn (Metallbahn) werden durch den Treffermelder nicht angezeigt und führen nicht zu einer Unterbrechung des Gefechts. |
||||||||||||||||||||||
| Verlässt
ein Fechter seitlich die Fechtbahn mit einem oder beiden Füßen,
wird das Gefecht sofort unterbrochen und der betroffene Fechter wird mit
einem Meter Bodenverlust bestraft (d.h. er muss sich einen Meter zurück
auf der Fechtbahn aufstellen). Erfolgt das seitliche Verlassen der Fechtbahn mit der Absicht, einem Treffer zu entgehen, so wird diese Aktion zusätzlich mit einer Gelben Karte bestraft. |
||||||||||||||||||||||
|
|
Überziehweste
aus einem leitenden Metallgeflecht für Florett- und Säbelfechter,
die zugleich die gültige Trefffläche
darstellt*. Auf der Überziehweste aufkommende Treffer werden durch
die rote bzw. grüne Lampe des Treffermeldegerätes signalisiert.
Treffer, die auf der ungültigen Trefffläche aufkommen, werden
beim Florettfechten durch eine weiße Lampe angezeigt. Beim Säbel
erfolgt keine Anzeige von Treffern, die außerhalb der gültigen
Trefffläche aufkommen. * beim Säbelfechten gehören außerdem die Maske und ein Teil der waffenführenden Hand zur gültigen Trefffläche |
|||||||||||||||||||||
| Eine im Säbelfechten häufig vorkommende Hiebart, deren anvisierte Trefffläche der gegnerische Brustbereich ist. | ||||||||||||||||||||||
| Zusätzliche Sicherheitsbekleidung unter der Fechtjacke, die insbesondere Fechterinnen neben der Unterziehweste zum Schutz des Brustbereiches tragen | ||||||||||||||||||||||
| Umgehung der gegnerischen Klinge mit der eigenen Waffe (Waffenspitze) um die Glocke des Gegners herum | ||||||||||||||||||||||
|
|
Cedierungsparaden
werden vor allem bei der Abwehr von Gleitstößen
im Degenfechten angewendet. Im Unterschied zu den üblichen Paraden bewegt sich bei Cedierungsparaden die Klinge nicht entgegen der gegnerischen Klinge, sondern der gegnerischen Bindung wird stetig nachgegeben. Erst im letzten Moment, wenn sich die eigene Klinge soweit um die gegnerische Klinge gedreht hat, dass der Zugang zur eigenen Blöße versperrt ist, erfolgt der Stoß auf die frei gewordene Blöße des Gegners. |
|||||||||||||||||||||
| Confédération Européenne d` Escrime / Europäischer Fechtverband | ||||||||||||||||||||||
| Umgehung gegen eine kreisförmige Querbewegung der gegnerischen Klinge (Kreisumgehung) | ||||||||||||||||||||||
| Umgehung
der gegnerischen Klinge mit der eigenen Waffe (Waffenspitze) um die Klingenspitze
des Gegners herum. Da bei einem Coupé-Stoß die Bewegung vorrangig aus dem Unterarm und dem Handgelenk heraus kommt, wird er auch als Wurfstoß bezeichnet. |
||||||||||||||||||||||
| Niederlage
/ verlorenes Gefecht |
||||||||||||||||||||||
| Der Degen
ist mit fast 770 Gramm die schwerste Sportwaffe. Um einen Treffer mit
dieser reinen Stoßwaffe zu erzielen, muss auf die Degenspitze ein
Druck von mehr als 750 Gramm wirken. |
||||||||||||||||||||||
| Deutscher Fechterbund e.V. | ||||||||||||||||||||||
| Der Direktausscheid
ist ein K.O.-System, bei dem nur die Sieger des jeweiligen Gefechtes in
die nächste Ausscheidungsrunde weiter kommen. Die Paarungen für
die einzelnen Gefechte des Direktausscheides werden auf der Grundlage
einer in der Einordnungs- bzw. Vorrunde
ermittelten Rangliste zusammengestellt (Erster
gegen Letzter usw.) |
||||||||||||||||||||||
| Der Double
oder Doppeltreffer ist eine Spezifik des Degenfechtens. Setzen beide Fechter
innerhalb einer viertel Sekunde gleichzeitig einen Treffer, so wird dieser
auch beiden gutgeschrieben. Doppeltreffer beim Florett und Säbel werden bei einer gleichzeitigen Angriffsaktion beider Fechter annuliert. Stößt ein Fechter unberechtigt mit, so zählt der Treffer nur für den angreifenden Fechter (siehe auch Treffervorrecht). |
||||||||||||||||||||||
| Die Doppeltrefferzeit
ist die Zeit, innerhalb der ein Treffermeldegerät noch einen Doppeltreffer auf beiden Seiten anzeigen darf. Für die einzelnen Waffen gelten folgende Zeitintervalle: Degen: weniger als 40 Millisekunden (1/25 Sekunde) Florett: weniger als 300 Millisekunden (seit 1.10.04 für FIE-Turniere, zuvor 750 Millisekunden) Säbel: weniger als 120 Millisekunden (seit 1.10.04 für FIE-Turniere, zuvor 325 Millisekunden) siehe auch: Blockadezeit |
||||||||||||||||||||||
| Eine Einladung
ist eine Klingen- und Faustlage, durch die eine
oder mehrere Blößen für einen gegnerischen
Angriff geöffnet werden. Dabei zeigt die Klingenspitze nicht wie bei
der Normalauslage auf die gegnerische Trefffläche sondern an ihr vorbei.
Die Positionen der einzelnen Einladungen (siehe: Faustlagen) entsprechen zugleich den Endstellungen der jeweiligen Bindungen oder Paraden, die deshalb auch den gleichen Namen (Zahl) tragen. |
||||||||||||||||||||||
| Um ein Fechtturnier im Direktausscheid austragen zu können, ist eine Rangliste aller Teilnehmer erforderlich, aus der sich die Aufstellung der Paarungen für die erste Direktausscheidungsrunde ergibt (Erster gegen Letzter usw.). Diese Rangliste wird mit Hilfe des Index über eine Einordnungsrunde ermittelt, in der alle Fechter zunächst in Runden fechten. | ||||||||||||||||||||||
| Elektrische Anzeigegeräte (Treffermelder) sorgen im modernen Sportfechten bei allen drei Waffen für eine bessere Wahrnehmung der fechterischen Aktionen. Eine rote bzw. eine grüne Lampe signalisieren auf der gültigen Trefffläche des einen bzw. des anderen Fechters aufgekommene Treffer. Beim Florettfechten gibt es zusätzlich auf beiden Seiten eine weiße Lampe, die auf der ungültigen Trefffläche aufgekommene Treffer anzeigt. | ||||||||||||||||||||||
| Bei Rundengefechten
qualifizieren sich nach Vor- und Zwischenrunden sechs Fechter für die
Endrunde. Die Endrunde wird nach dem Modus "Jeder gegen Jeden" ausgefochten, und über den Index erfolgt die Ermittlung der einzelnen Platzierungen. Dieses System von Rundengefechten mit einer 6er-Endrunde wird in der Regel bei den Altersklassen Schüler und Senioren angewendet. In den Altersklassen B-Jugend bis Aktive erfolgt die Qualifizierung meist durch eine oder mehrere Direktausscheidungsrunden, über die die acht besten Fechter für die Endrunde ermittelt werden. 8er-Endrunden nach einem Direktausscheid werden dann im K.O.-System ausgefochten. |
||||||||||||||||||||||
| Entspricht
dem Kommando "Fechtstellung" zu Beginn oder bei Fortsetzung eines
Gefechtes. Siehe auch: Fechtstellung |
||||||||||||||||||||||
| European Veterans Fencing Kommittee / Komitee für Europäisches Seniorenfechten | ||||||||||||||||||||||
| Verschiedene
Positionen der Faust, die durch Drehen des Unterarmes mit der Waffe eingenommen
werden. Die Faustlagen werden in der Fechttheorie durch Zahlen gekennzeichnet
und dienen in erster Linie bei der fechterischen Ausbildung zur besseren
Verständigung. Man unterscheidet nach sechs oder auch acht möglichen Faustlagen bzw. Positionen: Prim (1. Faustlage), Second (2.), Terz (3.), Quart (4.), Quint (5.), Sixt (6.) sowie Septim (7.) und Oktav (8.) |
||||||||||||||||||||||
| siehe: Planche | ||||||||||||||||||||||
| Dachorganisation der Fechter auf Landes- und Bundesebene, siehe auch Deutscher Fechterbund und Berliner Fechterbund | ||||||||||||||||||||||
| Zu Beginn eines Gefechtes grüßen beide Fechter mit der Waffe ihren Gegner, den Obmann und die Zuschauer. | ||||||||||||||||||||||
| Die Fechtkleidung besteht aus einem sehr reißfestem Stoff und muß ab der Altersklasse B-Jugend (12 Jahre) den Sicherheitsvorschriften von FIE und DFB entsprechen (Festigkeit von 800 Newton, die auf einem aufgenähten FIE-Siegel bescheinigt wird). Das FIE-Siegel muß auf der Fechtjacke, der Fechthose und der Unterziehweste angebracht sein. Weierhin gehören zur Fecht- und Schutzkleidung: weiße Kniestrümpfe, ein Fechthandschuh, ein Brustschutz für Fechterinnen, eine Maske (Maskenlatz mit einer Festigkeit von 1600 Newton und entsprechendem FIE-Siegel) und eine Elektroweste für Florett- und Säbelfechter. | ||||||||||||||||||||||
| Nach bestandener Anfänger- oder Turnierreifeprüfung erhält jeder Fechter einen Fechtpass des Deutschen Fechtverbandes, in den alle Starts bei Turnieren und die Ergebnisse eingetragen werden. Der Fechtpass muß vor Beginn eines Turnieres zur Kontrolle der ärztlichen Bescheinigung der Sporttauglichkeit (für Jugendliche unter 18 Jahren) und der Lizenzmarke vorgelegt werden. | ||||||||||||||||||||||
| Bei der Körperhaltung
eines Fechters unterscheidet man vor allem zwischen Ausfallstellung (Ausfall)
und Fechtstellung. Die Fechtstellung ist für den Fechter die typische
Körperhaltung und Beinstellung und zugleich Ausgangs- und Endstellung
für alle weiteren Bein- und Körperbewegungen auf der Fechtbahn. Beide Füße stehen in einem rechten Winkel zueinander. Die Fersen sind etwa ein bis eineinhalb Fußlängen voneinander entfernt und befinden sich auf der sogenannten, gedachten Gefechtslinie. Die Beine sind in den Knien gebeugt, wobei der Unterschenkel des Ausfallbeins senkrecht steht. Das Knie des Standbeins befindet sich etwa über der Fußspitze. Becken und Schulter sind seitlich zur Gefechtslinie gedreht, so dass die Schmalseite des Körpers mit dem Waffenarm zum Gegner zugewandt ist. Der Körperschwerpunkt befindet sich zwischen beiden Beinen. Siehe auch: En Garde |
||||||||||||||||||||||
| Zeitdauer
für eine einfache Aktion. Das Fechttempo ist vor allem bei der Bewertung von Zwischenaktionen im Florett- und Säbelfechten von Bedeutung. Wird beispielsweise ein Angriff oder eine Riposte verzögert vorgetragen, so hat der Gegner das Recht zu einem Zwischenstoß bzw. Zwischenhieb. Diese Zwischenaktion bleibt jedoch nur berechtigt, wenn sie ein Fechttempo früher aufkommt. |
||||||||||||||||||||||
| Fédération International d`Escrime (Internationaler Fechtverband) | ||||||||||||||||||||||
| Ein Filo ist ein Gleitstoß, bei dem die eigene Klinge an der gegnerischen Klinge nach einer genommenen Bindung oder Parade starr entlang gleitet, bis die Klingenspitze die gegnerische Blöße erreicht. | ||||||||||||||||||||||
| Angriffsaktion, bei der eine Täuschung des Gegners hinsichtlich der anvisierten Blöße erfolgt | ||||||||||||||||||||||
| Als Flanke wird die auf der Seite des Waffenarmes liegende obere und untere Blöße bezeichnet. | ||||||||||||||||||||||
| Sturzangiff, der mit einem seitlichen Vorbeilaufen am Gegner endet. Der Flèche stellt die schnellste Form der Vorwärtsbewegung dar. Beim Säbelfechten sind Flèche-Angriffe nicht erlaubt. | ||||||||||||||||||||||
| Das Florett ist eine Stoßwaffe. Die Gesamtlänge beträgt maximal 110 cm. Die Klinge darf von der Glocke bis zur Spitze höchstens 90 cm lang sein. Der Glockendurchmesser liegt zwischen 9,5 und 12 cm. Um einen Treffer auszulösen, muss auf die Klingenspitze ein Druck von mehr als 500 Gramm wirken. | ||||||||||||||||||||||
| Als freie Angriffe bezeichnet man Angriffsaktionen die ohne Berührung der gegnerischen Klinge (im Unterschied zum Klingenangriff) ausgeführt werden wie beispielsweise ein gerader Stoß oder Umgehungs-Angriffe. | ||||||||||||||||||||||
| Wettkampf
zweier Fechter gegeneinander innerhalb einer Runde
oder in einem Direktausscheid bei einer begrenzten
Kampfzeit. In Rundengefechten wird bei Schülern auf vier Treffer und ab B-Jugend auf fünf Treffer gefochten. Bei Direktausscheiden, die in der Regel nach einer oder mehreren Einordnungsrunden durchgeführt werden, gehen die Gefechte in der B-Jugend bis 10 Treffer und in der Altersklasse A-Jugend aufwärts bis zu den Aktiven auf 15 Treffer. |
||||||||||||||||||||||
| Gedachte Linie, auf der sich ein in Fechtstellung stehenden Fechter auf der Fechtbahn vor- bzw. rückwärts bewegt. Beide Fersen des Fechters stehen dabei auf der Gefechtslinie. | ||||||||||||||||||||||
| Als Gegenangriffe oder Konteraktionen bezeichnet man offensive Aktionen bzw. Angriffe in die Vorbereitung des gegnerischen Angriffes oder auch in einen schon begonnenen zusammengesetzten gegnerischen Angriff hinein. | ||||||||||||||||||||||
| Bei einem geringfügigen Verstoß gegen das Reglement erhält der Fechter durch den Obmann eine Verwarnung. Die Verwarnung wird durch eine Gelbe Karte angezeigt. Sie ist nur für das jeweilige Gefecht gültig. Eine Gelbe Karte gibt es beispielsweise für:
Ein Fechter, der im laufenden Gefecht bereits eine Gelbe Karte erhalten hat, wird bei einem erneuten geringfügigen Verstoß mit der Roten Karte (Straftreffer) bestraft. |
||||||||||||||||||||||
| siehe Filo | ||||||||||||||||||||||
| Die Glocke befindet sich zwischen Griff und Klinge der Fechtwaffe und dient dem Schutz der Hand und des Unterarmes. Insbesondere beim Degen und beim Säbel hat die Glocke aufgrund der spezifischen Trefffläche eine besondere Abwehrfunktion und ist deshalb im Vergleich zur Florettglocke größer. | ||||||||||||||||||||||
| Ausgangsstellung für die Fechtstellung. Beide Füße stehen mit den Fersen aneinander in einem rechten Winkel. Die linke Schulter (beim Linkshänder die rechte Schulter) wird wie bei der Fechtstellung nach hinten gedreht. Zu Beginn eines jeden Gefechtes führen die Fechter in der Grundstellung den Fechtgruß aus. | ||||||||||||||||||||||
| Deckungs- und Verteidigungsbewegung mit der Klinge. Die gegnerische Klinge wird durch eine halbkreisförmige Klingenbewegung in diagonaler oder vertikaler Richtung abgewehrt. | ||||||||||||||||||||||
| Kommando des Obmannes zur Unterbrechung eines Gefechtes | ||||||||||||||||||||||
| Der Handschuh / Fechthandschuh gehört zur Fechtkleidung beim Sportfechten und wird zum Schutz an der Hand des Waffenarmes getragen. Beim Säbelfechten besteht der Handschuh teilweise aus einem elektrisch leitenden Metallgeflecht, da der Arm zur Trefffläche gehört. | ||||||||||||||||||||||
| Typische Angriffsform beim Säbelfechten, um einen Treffer zu erzielen. Es wird zwischen Arm-, Brust- und Kopfhieben unterschieden. | ||||||||||||||||||||||
| Ein Direktausscheid kann auch mit einem Hoffnungslauf durchgeführt werden. Jeder Fechter tritt zunächst in zwei Gefechten an. Diejenigen, die beide Gefechte gewinnen, sind für die nächste Ausscheidungsrunde qualifiziert. Alle Fechter, die beide Gefechte verloren haben, scheiden aus. Fechter mit einem Sieg und einer Niederlage haben noch die Möglichkeit, sich über ein drittes Gefecht, den sog. Hoffnungslauf, für die folgende Runde zu qualifizieren. | ||||||||||||||||||||||
|
|
Der Index
entscheidet über die Rangfolge der Fechter nach einer oder mehreren
Ausscheidungsrunden. Zunächst wird der Index 1 ermittelt (Verhältnis der erzielten Siege zur Anzahl der insgesamt absolvierten Gefechte). Soweit mehrere Fechter den gleichen Index 1 haben, wird zur weiteren Festlegung der Platzierung der Index 2 (ausgeteilte minus erhaltene Treffer) ermittelt. |
|||||||||||||||||||||
| Werden bei einer Aktion beide Fechter gleichzeitig getroffen (sowohl die rote als auch die grüne Lampe des Treffermeldegerätes leuchten auf), so liegt entweder ein Simultané (gleichzeitiger Angriff beider Fechter, es wird kein Treffer registriert) oder ein Inkontro vor. Inkontro bedeutet, dass einer der beiden Fechter einen Verstoß gegen die Fechtkonventionen (Reglement) begangen hat. Das kann sowohl der angreifende als auch der verteidigende Fechter sein. Bei einem Inkontro entscheidet der Obmann, welcher der beiden Fechter den Verstoß begangen hat und einen Teffer erhält. | ||||||||||||||||||||||
| Unter Intention versteht man die Absicht, in der ein Angriff eingeleitet wird. Angriffe "erster Intention" oder "erster Absicht" haben zum Ziel, den Gegner mit der ersten Angriffsaktion (direkter oder Fintangriff) sofort zu treffen. Bei Angriffen "zweiter Intention" oder "zweiter Absicht" wird zunächst ein Scheinangriff ausgeführt und erst mit dem zweiten Angriff oder der Konterriposte soll dann der eigentliche Treffer gesetzt werden. | ||||||||||||||||||||||
| Das Kampfgericht ist für die Leitung einer Runde bzw. eines Gefechts zuständig. In der Regel wird das Kampfgericht durch den Obmann gebildet. Zusätzlich können aber auch ein Zeitnehmer und Seitenrichter dem Obmann assistieren. | ||||||||||||||||||||||
| Effektive
Zeit, die den beiden Fechtern während eines Gefechts zur Verfügung
steht. Unterbrechungen während eines Gefechts werden der Kampfzeit
nicht angerechnet. Die Kampfzeit bei Gefechten in Runden auf fünf Treffer ist auf 3 Minuten begrenzt. Bei Direktausscheiden auf 10 Treffer wird maximal in zwei Abschnitten zu je 3 Minuten mit einer einminütigen Kampfpause gefochten. Direktausscheide auf 15 Treffer enden spätestens nach drei Kampfabschnitten von je 3 Minuten. Zwischen den Abschnitten liegt jeweils eine einminütigen Kampfpause. Ist die jeweils vorgesehene Trefferzahl in einem Gefecht nach Ablauf der Kampfzeit nicht erreicht, hat der Fechter gewonnen, der die meisten Treffer setzen konnte. Bei Treffergleichstand wird die Kampfzeit um maximal eine Minute verlängert. Sieger ist der Fechter, der den nächsten Treffer setzt. Vor Beginn der Verlängerungsminute wird ein Fechter ausgelost, der dann als Sieger gilt, wenn innerhalb dieser Minute kein Treffer fällt. |
||||||||||||||||||||||
| Klingenangriffe wie beispielsweise Battuta-, Bindungs- oder Filoangriffe werden über einen Kontakt zur gegnerischen Klinge ausgeführt. Sie sind immer dann zwingend erforderlich, wenn die eigene Trefffläche durch die gegnerische Klinge bedroht wird (z. B. gegnerische Linie). | ||||||||||||||||||||||
| Die durch das Reglement vorgeschriebene maximale Klingenbiegung beträgt beim Degen 1 cm, beim Florett 2 cm und beim Säbel 4 cm. | ||||||||||||||||||||||
| Das Klingengefühl
gehört neben dem Mensur- und dem Tempogefühl
zu den wesentlichen Wahrnehmungsfunktionen, die ein Fechter über viele
Wettkampfjahre hinweg immer stärker ausprägt und automatisiert. Klingengefühl bedeutet vor allem das Wahrnehmen der gegnerischen Reaktionen und Vorhaben durch die Beobachtung der gegnerischen Klinge und durch bewusst herbeigeführte Klingenkontakte. |
||||||||||||||||||||||
| Position der Klinge, die sich aus der jeweiligen Faustlage, der gewählten Auslage bzw. Einladung ergibt | ||||||||||||||||||||||
| siehe Battuta | ||||||||||||||||||||||
| "Körper
an Körper" (Körperberührung beider Fechter) ist im Florett-
und Säbelfechten generell untersagt und wird mit einer Gelben
Karte (Verwarnung) bestraft. Wird ein "Körper an Körper" absichtlich herbeigeführt, um einen Treffer zu vermeiden, erhält auch im Degenfechten der betreffende Fechter eine Gelbe Karte. |
||||||||||||||||||||||
| Durch den Ärmel der Fechtjacke (Waffenarm) gezogenes elektrisches Verbindungskabel zwischen der Waffe und dem an der Rückseite der Fechtjacke festgeklemmten Anschlusskabel der Kabelrolle. | ||||||||||||||||||||||
| Zur Abwehr
eines gegnerischen Angriffes wird anstatt einer Klingenbewegung (oder gleichzeitig
mit dieser) mit dem Körper ausgewichen. Das Ausweichen (rückwärts, seitwärts oder nach unten) kann durch eine Bewegung des Oberkörpers erfolgen oder auch mit einer rückwärtigen Beinbewegung (z. B. Sprung zurück) verbunden sein. |
||||||||||||||||||||||
Als Kontaktzeit
bezeichnet man die Berührungsdauer der Waffenspitze (Florett und
Degen) bzw. der Klinge (Säbel) auf der gegnerischen Trefffläche,
die mindestens erforderlich ist, um einen Treffer auszulösen. Die
Einstellung der Kontaktzeit erfolgt am Treffermeldegerät. |
||||||||||||||||||||||
| Offensive Aktion nach einer erfolgreich abgewehrten Riposte | ||||||||||||||||||||||
| Gegenaktion gegen einen Zwischenstoß oder eine andere Zwischenaktion des Gegners | ||||||||||||||||||||||
| Eine im Säbelfechten häufig vorkommende Hiebart, deren anvisierte Trefffläche der gegnerische Kopf ist. | ||||||||||||||||||||||
| Aus einer Bindung heraus wird mit der Klingenspitze eine kreisförmige Bewegung um die gegnerische Glocke ausgeführt, bis die Ausgangsstellung wieder erreicht ist (z. B.: Quart-Bindung, Kreis-Quart). | ||||||||||||||||||||||
| Deckungs- und Verteidigungsbewegung mit der Klinge. Die Abwehr der gegnerischen Klinge erfolgt nach einer umgehenden Kreisbewegung in entgegengesetzter Richtung zur möglichen direkten Parade. | ||||||||||||||||||||||
| Beinbewegung (Beinarbeit) aus der Fechtstellung heraus, bei der durch ein Überkreuzen der Beine eine raumgreifende und schnelle Vor- oder Rückwärtsbewegung erreicht werden soll. Kreuzschritte werden beim modernen Sportfechten heute nur noch selten angewendet und sind beim Säbelfechten nicht mehr erlaubt. | ||||||||||||||||||||||
| Einzelunterricht des Übungsleiters oder des Trainers mit einem Fechter | ||||||||||||||||||||||
| Linie oder Klinge in Linie ist eine gestreckte Position des Waffenarmes mit einer auf den Gegner gerichteten Klingenspitze. | ||||||||||||||||||||||
| Linkshänder führen die Fechtwaffe mit der linken Hand. Daraus ergibt sich eine seitenverkehrte Körperhaltung und Fechtstellung gegenüber einem Rechtshänder. Ebenso werden die einzelnen Aktionen und Bewegungen mit dem Waffenarm und der Waffe in entgegengesetzter Richtung ausgeführt. | ||||||||||||||||||||||
| Um bei Turnieren starten zu können, muss jeder Fechter jährlich eine Lizenzmarke des Deutschen Fechterbundes erwerben, die in den Fechtpass eingeklebt wird. | ||||||||||||||||||||||
| Ungenügend pariert | ||||||||||||||||||||||
| Hochwertige Klingen aus einem in der Flugzeugindustrie entwickelten, besonders bruchsicheren Stahl. Beim Florettfechten sind Maraging-Klingen vorgeschrieben. | ||||||||||||||||||||||
| Die Maske gehört zur Schutzbekleidung der Fechter und muss den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entsprechen. | ||||||||||||||||||||||
| Dickes Stoffgewebe, das am unteren Teil der Fechtmaske angebracht ist, um den Halsbereiches zu schützen. Die Festigkeit des Maskenlatzes muss 1600 Newton betragen. | ||||||||||||||||||||||
| Wettbewerb, der mit dem Ziel durchgeführt wird, in einer bestimmten Waffe den besten Einzelfechter oder die beste Mannschaft für einen Verband oder für ein bestimmtes Gebiet innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (in der Regel für ein Wettkampfjahr) zu ermitteln. | ||||||||||||||||||||||
| Abstand der beiden Fechter zueinander. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen naher, mittlerer und weiter Mensur. | ||||||||||||||||||||||
| Das Mensurgefühl
gehört neben dem Klingen- und dem Tempogefühl
zu den wesentlichen Wahrnehmungsfunktionen die ein Fechter über viele
Wettkampfjahre hinweg immer stärker ausprägt und automatisiert. Mensurgefühl bedeutet vor allem die Wahrnehmung von bewusst durch den Gegner herbeigeführten Mensurveränderungen und die Herstellung der erforderlichen Mensur bei der eigenen Angriffspräparation. |
||||||||||||||||||||||
| In der Altersklasse Schüler (ca. 9 bis 11 Jahre) wird mit kleineren und leichteren Mini-Waffen gefochten. | ||||||||||||||||||||||
| Unberechtigter
Stoß (Hieb) in den gegnerischen Angriff hinein siehe auch: Trefervorrecht |
||||||||||||||||||||||
| Angriffsstrategisches Verhalten: Unter Nachsetzen vesteht man eine Angriffsfortsetzung oder -verlängerung nach einem nicht erfolgreich abgeschlossenen Angriff (z.B. Rimesse). Nachsetzen sollte aber nur erfolgen, wenn keine Gegenaktion zu erwarten und damit ein Nachsichern nicht erforderlich ist. | ||||||||||||||||||||||
| Angriffsstrategisches Verhalten: Nachsichern bedeutet, im Falle eines nicht erfolgreich durchgeführten Angriffes sorfort in Deckung zu gehen, um einen möglichen Gegenangriff abzuwehren. |
||||||||||||||||||||||
| In Nahkampfsituationen stehen sich beide Fechter noch enger als in der nahen Mensur gegenüber. Das Hauptproblem im Nahkampf besteht vor allem darin, die Klingenspitze angesichts der verengten Mensur zur gegnerischen Trefffläche zu führen. Aktionen in Nahkampfsituationen müssen deshalb speziell trainiert werden. | ||||||||||||||||||||||
| siehe: Defait | ||||||||||||||||||||||
| Kampfleiter eines Gefechtes, der entsprechend dem Reglement über die Treffer entscheidet und bei regelwidrigem Verhalten Bestrafungen, wie z. B. Straftreffer, erteilen kann. | ||||||||||||||||||||||
| Oktav:
Achte Faustlage. Kennzeichnet eine untere Parade-, Einladungs- und Klingenposition. |
||||||||||||||||||||||
| Direkte Druckparade gegen eine gegnerische Bindung | ||||||||||||||||||||||
| Abwehraktion,
die einen Treffer des angreifenden Fechters verhindert. In erster Linie sind beim Fechten die Klingenparaden von Bedeutung. Sie werden u. a. nach den jeweiligen Faustpositionen unterschieden. Daneben werden Körperparaden zur Abwehr eingesetzt. |
||||||||||||||||||||||
| Schritt vorwärts mit unmittelbar anschließendem Ausfall | ||||||||||||||||||||||
| Die Fechtbahn ist 14 m lang und 1,50 bis 2,00 m breit. Sie besteht aus einem elektrisch leitenden Material, wodurch Stöße auf den Boden abgeleitet und nicht durch den Treffermelder angezeigt werden. Zu Beginn eines Gefechts und nach jedem Treffer stellen sich beide Fechter jeweils an der Startlinie auf. Die Warnlinie bzw. seitliche Markierungen der letzten zwei Meter der Fechtbahn dienen den Fechtern zur besseren optischen Orientierung. Überschreitet ein Fechter die Endlinie mit beiden Füßen (hier der grau dargestellte Bereich), erhält er einen Straftreffer. Verlässt ein Fechter mit einem oder beiden Füßen die Fechtbahn seitlich, wird er einen Meter zurück gestellt.
1 Mittellinie / 2 Startlinie / 3 Warnlinie / 4 Endlinie |
||||||||||||||||||||||
| Zusätzlichen
Schutzbekleidung für gefährdete Körperpartien insbesondere
im Brust- und Halsbereich, siehe auch Unterziehweste und Brustschutz |
||||||||||||||||||||||
| Faust- und
Waffenstellungen siehe: Faustlegen / Auslage / Linie |
||||||||||||||||||||||
| Vorbereitung einer Aktion bzw. eines Angriffes | ||||||||||||||||||||||
| Prim: Erste
Faustlage. Kennzeichnet eine körpernahe Parade-, Einladungs- und Klingenposition. Die Primparade deckt vor allem die obere innere Blöße. |
||||||||||||||||||||||
| "Eisenübernahme"
- d.h. Wegdrücken der gegnerischen Klinge aus ihrer bedrohenden Position. |
||||||||||||||||||||||
| Vor jedem Florett- und Degengefecht prüft der Obmann mit einem Prüfgewicht (500g beim Florett und 750g beim Degen), ob der Spitzendruck den jeweiligen Konventionen des Reglements entspricht. | ||||||||||||||||||||||
| Quart: Vierte
Faustlage. Kennzeichnet eine obere Parade-, Einladungs- und Klingenposition. Die Quartauslage gehört neben der gegenüber liegenden Sixtauslage zu den am häufigsten gebrauchten Positionen. Die Quartparade deckt die obere innere Blöße. |
||||||||||||||||||||||
| Quint: Fünfte
Faustlage. Kennzeichnet eine obere Parade-, Einladungs- und Klingenposition. Die Quintparade wird bei den Stoßwaffen kaum noch angewendet. Sie hat eine ähnliche Position und Klingenlage wie die Quartparade, wird aber näher am Körper genommen. Die Quintparade im Säbelfechten hat eine völlig andere Klingen- und Faustlage. Sie dient der Abwehr von Kopfhieben, wobei die Faust in Kopfhöhe und die Klinge fast waagerecht gehalten werden. |
||||||||||||||||||||||
| Wiederholungsausfall - unmittelbar nach dem ersten Ausfall wird das Standbein bis zur normalen Fechtstellung nachgesetzt und ein zweiter Ausfall folgt. Das Radoppio wird vor allem bei einer Angriffsfortsetzung und bei weit zurückweichenden Gegnern angewendet. | ||||||||||||||||||||||
| 1. Ranglisten
spiegeln das Leistungsniveau einzelner Fechter wider. Sie werden beispielsweise
auf Vereinsebene, durch den Landesfechterbund, den DFB oder international
durch die FIE erstellt. Je nach Art der Rangliste ist festgelegt, welche Fechtturniere in die Bewertung einbezogen werden. 2. Als Rangliste bezeichnet man auch die mit Hilfe des Index erstellte Platzierungsliste aller Teilnehmer eines Fechtwettbewerbes nach Abschluss einer Einordnungs-, Vor- oder Zwischenrunde. |
||||||||||||||||||||||
| Das Reglement der FIE enthält alle für das Sportfechten erforderlichen Festlegungen wie zum Beispiel: Beschaffenheit aller Waffen und Ausrüstungen, Trefferregelungen, Bestrafungen, Wettkampforganisation u.a. | ||||||||||||||||||||||
| Wiederaufnahme einer Angriffsaktion | ||||||||||||||||||||||
| Angriffsfortsetzung in die anvisierte Blöße ohne den Waffenarm zurückzuziehen | ||||||||||||||||||||||
| Gegenstoß oder -hieb, nachdem der gegnerische Angriff durch eine Parade erfolgreich abgewehrt wurde | ||||||||||||||||||||||
| Begeht ein Fechter einen schwer wiegenderen Verstoß gegen das Reglement oder hat er in dem laufenden Gefecht bereits eine Gelbe Karte erhalten, so wird er mit einem Straftreffer bestraft. Der Obmann zeigt den Straftreffer durch eine Rote Karte an. Eine Rote Karte gibt es beispielsweise für folgende Verstöße:
Ein Fechter, der im laufenden Gefecht bereits eine Rote Karte erhalten hat, wird bei einem erneuten Verstoß mit einer weiteren Roten Karte oder in schwerwiegenden Fällen mit einer Schwarzen Karte bestraft. |
||||||||||||||||||||||
| Wird ein Fechtwettkampf in Runden ausgetragen, so fechten alle Fechter einer Runde gegeneinander. Nach Abschluss aller Gefechte wird per Index eine Rangliste der Fechter aller Runden erstellt, aus der dann die Auf- und Absteiger hervorgehen. Anschließend kann dann weiter in Runden (Zwischenrunden und Endrunde) oder im Direktausscheid gefochten werden. Die Ergebnisse einer Runde werden in einem Tableau fest gehalten. | ||||||||||||||||||||||
| Der Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe. Die Gesamtlänge beträgt maximal 105 cm und die Klinge darf von der Glocke bis zur Spitze höchstens 88 cm lang sein. Die Glocke kann maximal 14 cm breit und 15 cm hoch sein. Um einen Treffer auszulösen, muss die Klinge die gegnerische Elektroweste berühren. | ||||||||||||||||||||||
| Bei äußerst
schwer wiegenden Verstößen gegen das
Reglement können der Obmann oder das Technische
Direktorium (TD) einen Fechter auch vom laufenden Wettbewerb oder vom
gesamten Turnier ausschließen. Der Ausschluss wird durch eine Schwarze
Karte angezeigt. Eine Schwarze Karte kann beispielsweise für folgende
Verstöße erteilt werden:
Oder sofort bei folgenden Verstößen:
|
||||||||||||||||||||||
| Second: Zweite
Faustlage. Kennzeichnet eine untere Parade-, Einladungs- und Klingenposition. Die Secondparade beispielsweise dient der Sicherung der unteren äußeren Blöße (gleiche Klingenlage aber andere Faustlage im Vergleich zur Oktavparade). |
||||||||||||||||||||||
| Ein Seitenrichter
kann zur Unterstützung des Obmanns eingesetzt werden, um insbesondere
bei dem Fechter, der mit seinem Rücken zum Obmann steht, Regelwidrigkeiten
besser zu erkennen (beispielsweise Verdecken der Trefffläche mit der
unbewaffneten Hand beim Florett- und Säbelfechten). Beim Degenfechten geht es vor allem darum, Bodentreffer besser zu erkennen (siehe Bodenrichter). |
||||||||||||||||||||||
| Septim: Siebente
Faustlage. Kennzeichnet eine untere Parade-, Einladungs- und Klingenposition. Die Septimparade deckt die untere innere Blöße. |
||||||||||||||||||||||