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Satelliten-Weltcup
Ystad 14.6.2008
Er sammelt seit
vielen Jahren Weltranglistenpunkte und machte jetzt bei einem international
hochklassig besetzten Turnier in Schweden von sich Reden: EMTV-Fechter Gerald
Hinz ist jetzt 207. und damit siebtbester Deutscher der Weltrangliste.
Ystad/Elmshorn (sr). Nach seinen drei dritten Plätzen bei starkbesetzten
Turnieren konnte Elmshorns Erfolgsfechter ein bisher noch nie erreichtes
dauerhaftes Formhoch noch weiter nach oben verschieben: Bei den Europäischen
Regionalmeisterschaften den offenen "Nordischen Meisterschaften" im
schwedischen Ystad gelang Gerald Hinz vom EMTV eine Art Sensation: Platz sieben
in einem erstklassigen Teilnehmerfeld.
Mit Dänemark und Schweden, Norwegen und Finnland waren gleich vier Länder mit
ihren kompletten Nationalmannschaften angetreten. Fechter aus Serbien, Portugal,
Ungarn, England, Frankreich, Kanada und Deutschland komplettierten das
Teilnahmefeld der insgesamt 91 Degenfechter.
Zuerst schickte der 42-jährige EMTV-Fechter Hinz die momentane Nummer eins in
Schweden und Nummer 111 der Weltrangliste, Reine Kase aus Stockholm, unter die
Dusche. Nachdem Hinz sich über die Vorrunde und Siege gegen Erik Jonsson
(Schweden) und Reinhard Münster (Dänemark) mit jeweils 15:8 für die besten 16
qualifiziert hatte, stand ihm mit dem topgesetzten schwedischen Nationalfechter
Reine Kase eine fast unlösbare Aufgabe gegenüber. "Mein Vereinskamerad
Nils Lienau ficht ähnlich wie Kase nur etwas langsamer und technisch nicht so
gut", grinst Hinz. "Ich hab' ihn angerufen, weil ich wusste, dass er
gegen Kase schon mal gefochten hatte." Der Trainingspartner hatte einige
wertvolle Tipps parat, "auch wenn er damals verlor. Ich konnte mich somit
aber hervorragend auf diesen Gegner einstellen und hatte auch endlich einmal ein
sehr gutes Abstandsgefühl. Ich lief nie in seine Spitze hinein; vielmehr gelang
es mir, ihn zu Angriffen zu provozieren, die ich gut kontern konnte", so
die Analyse des Elmshorners, der momentan in der Weltrangliste auf Platz 211 geführt
wird.
Erst der Finne Niko Vuorinen, momentan auf Platz fünf der finnischen Rangliste,
stoppte Hinz' Siegeslauf. "Ich hatte kein Rezept gegen diesen großen,
unkonventionell fechtenden Linkshänder . . . ".
Mit dem siebten Platz ließ Hinz die gesamte dänische und norwegische Elite
hinter sich, die mit Sturla Torkildsen, Oslo (Platz 13), den einzigen
skandinavischen Olympiateilnehmer im Degenfechten stellt.
(EN)
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