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Deutsche Meisterschaften 

Herrendegen Aktive

Tauberbischofsheim, 3.5.2008

 

Die Elmshorner Degenfechter erreichen bei den Deutschen Meisterschaften in Tauberbischofsheim den neunten Platz und verpassen nur knapp die Endrunde der besten Acht. 

Es war alles perfekt – die EMTV Degenfechter bestimmten die Direktausscheidungspartie gegen den TV Hoffnungsthal weitgehend, im letzten Gefecht hatte Spartenleiter und Erfolgsfechter Gerald Hinz einen letzten zwei Punkte Rückstand schnell egalisiert und selbst zwei Punkte Vorsprung herausgearbeitet, und es waren noch knapp eineinhalb Minuten zu fechten, als die Glücksfaden der Elmshorner abriß... 

Der EMTV verpasste bei den Deutschen Meisterschaften in Tauberbischofsheim den möglichen Einzug in die Endrunde der besten acht Mannschaften knapp (40:45), feierte aber mit Platz neun im Gesamtklassement das bislang beste Resultat einer schleswig-holsteinischen Mannschaft mit dem Degen. Obwohl das Teilnehmerfeld mit 14 von 24 möglichen Teams überraschend klein war, ist das ein tolles Ergebnis. „Vielleicht lag es am Feiertag, mit Sicherheit aber daran, dass im Einzel nur noch 72 Fechter startberechtigt sind.“, so Gerald Hinz, der erstmals seit über 10 Jahren dort nur noch Zuschauer war. “Die Großen sind sowieso da; die kleineren Vereine bleiben dann zuhause.“ 

„Wen sollen wir denn noch schlagen?“ fragten sich auch prompt die Akteure des EMTV beim Anblick des Vorrundentableaus. Der Auftakt war trotz der 31:45 Niederlage gegen den SC („Dynamo“) Berlin verheißungsvoll. Obwohl die EMTVer für eine Bestleitung nicht die nötigen Vorraussetzungen im Gepäck hatten – Gerald Hinz kämpft zur Zeit mit einer massiven Formkrise, und Jonathan Ries fing sich nach einem glanzvollen Abschlußtraining eine kraftvolle Erkältung ein -  wurde man nicht erwartungsgemäß überrannt und konnte phasenweise erfrischend mithalten. Gegen TSG Ditzingen hatten die Elmshorner Glück, dass der Gegner „ohne vier“ spielen musste, da deren (Alt-)Stars komplett fehlten. In einem spannenden Mannschaftskampf setzte sich der EMTV am Ende überzeugend mit 45:35 durch, und auch gegen die hochfavorisierte Heidelberger Auswahl gelang nicht nur mit 36:45 ein achtbares Ergebnis. Nach dem zweiten Gefecht von Jonathan Ries wechselten die Heidelberger ihren bislang in der Reserve gehaltenen besten Mann ein, welcher sich von Ries dann mit lediglich 1:1 Treffern trennte... 

Damit hatten die Elmshorner neben einem Sieg noch einen guten Trefferindex vorgelegt, so dass man sich im Direktausscheid nicht gleich den stärksten Mannschaften gegenübersah. „Hoffnungsthal entsprach unserer Kragenweite. Technisch und defensiv sehr stark, im Angriff aber schwächer als wir“ so Nils Lienau, selbst Defensivspezialist, der gegen die Hoffnungsthaler zwar “ nur“ drei Treffer pro Gegner setzte, aber insgesamt auch nur einen Punkt hinnehmen musste und so die Marschroute für große Stecken der Begegnung vorgab - zwischenzeitlich bewegte man sich weit vom unterhalb des möglichen Trefferniveaus, dominierte aber das Geschehen. Daran änderte der ergebnislose Sturmlauf von Gerald Hinz gegen den vermeintliche schwächsten Kontrahenten, Thomas Wisskirchen ebenso wenig wie der kräftemäßige Einbruch des angeschlagenen Jonathan Ries gegen Ende der Partie.  

Gegen den nächsten Gegner, den späteren Meister und mit den drei Bestplazierten im Einzel auch haushoch favorisierten FC Tauberbischofsheim hätten die Elmshorner im Falle eines Sieges gegen Hoffnungsthal zwar kaum eine Chance gehabt, aber „gegen TBB zu fechten ist ungefähr so, wie gegen Bayern zu kicken...“      

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