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Deutsche Meisterschaften der A-Jugend

Mosbach, 22.12.2007

 

Drei Elmshorner gegen den Rest der Republik: die Beinahe-Sensation

 

EMTV-Degennachwuchs bei den Deutschen A-Jugend Meisterschaften fast im Viertelfinale

Elmshorns Degenass Gerald Hinz, der am Wochenende seine A-Jugend-Schützlinge bei den Deutschen Meisterschaften in Mosbach betreute, war schon fast leicht enttäuscht - wie auch aus jahrelanger eigener Erfahrung notorisch bekannt mußte man auch diesmal einsehen, daß in Süddeutschland der Degenfechterische Lorbeer höher hängt als daheim in der Marsch. Im Einzel erreichte Sven Höhne immerhin die zweite Runde, Landesmeister Max Theiß hatte Pech und verlor gleich dreimal 4:5...

Die Mannschaft begann mit einem Überraschungserfolg gegen die Auswahl des Saarlandes, unterlag aber gegen Westfalen und Schweinfurt. Immerhin war dadurch der Einzug in den 16er K.O. geschafft, und der erneute Gang mit den Schweinfurtern verhieß ein schnelles Verlassen der Turnierstätte - deprimierend waren die Erfahrungen aus der Vorrunde beim 14:45 gegen die Franken... 

Die Schweinfurter nahmen es prompt anfangs etwas zu locker: Max Theiß nutzte die Chance und begann die Begegnung mit einem Paukenschlag. 5:4 lautete der Endstand gegen den Deutschen Meister Konstantin Heidenreich. Sven Höhne setzte entsprechend nach, und so lautete der Zwischenstand nach dem zweiten Durchgang 10:8 für den EMTV. Hendrik David mußte zwar einen Punkt abgeben, dennoch stand es nach 3 von 9 Kämpfen mit 15:14 immer noch gut für den EMTV. Erst Heidenreich konnte im 5. Gefecht den Trefferstand zu Gunsten der Schweinfurter drehen. Max Theiss übernahm für das vorletzte Gefecht einen 32:35-Rückstand, konnte diesen dann aber nicht nur egalisieren, sondern sensationell und überraschend in eine 40:38-Führung umwandeln. Leider war dieser Vorsprung für Sven Höhne etwas zu dünn. Er konnte gegen den Deutschen Meister Heidenreich zwar noch 3 Treffer landen, mußte jedoch die Gesamtbegegnung mit 43:45 aus den Händen geben.

Ein Quentchen mehr Glück, dann wäre die Sensation perfekt gewesen. In der nächsten Begegnung im Viertelfinale wären die Fechter aus Heidelberg vielleicht sogar auch noch zu besiegen gewesen (die Schweinfurter gewannen mit 45:35) und der EMTV hätte im Halbfinale gestanden. 

Was blieb, war immerhin Platz 14 in der Gesamtabrechnung. Trainer Serhiy Kentesh  war im Gegensatz zu seinen nach der knappen Niederlage verständlicherweise enttäuschten Athleten absolut zufrieden mit der Gewissheit, dass auch Fechter aus der Provinz nicht zu unterschätzen sind.  

Am Rande: Psychologie ist beim Fechten die halbe Miete – Hendrik David trieb mit seinem äußerlich eher undynamischen Fechtstil nicht nur seine Gegner zur Verzweiflung. Als er einmal mehr mit unorthodoxen Bewegungen am Nervenkostüm seines Gegners arbeitete, ohne überhaupt nur einen Schritt in dessen Richtung zu tun, wollte der Kampfrichter ihn beinahe mit dem Hinweis „Das ist doch kein Fechten!“ eine Verwarnung wegen Passivität erteilen- Die Elmshorner Bank beruhigte den offensichtlich aggressiveren Referee: „ Der macht das immer so...“, und hatte im Ergebnis beinahe Recht. nl       

 

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