Home
Keine Navigation? Hier klicken!
andere Artikel 2006

 

 

Deutschlandpokal HDe

3. Runde

29.05.2006

 

Aller guten Dinge sind vier - 

Der EMTV schlägt die FG Segeberg deutlich mit 35:45 und steht damit unter den letzten 32 des Deutschlandpokals

Zum vierten Mal hintereinander gewinnen die Degenfechter des EMTV das Prestigeduell der Hochburgen und erreichen im Deutschlandpokal die Runde der besten 32 und präsentieren mit Jonathan Ries erfolgreich einen vierten Mann im Team – die Erfolgsskala der Elmshorner scheint im Land nach oben hin weiter offen...

Die letzte Begegnung gegen Segeberg wurde im Lager der Elmshorner ausführlich analysiert, und man hatte taktisch auch diesmal alles richtig gemacht („Es ist ähnlich wie beim Radfahren – beides Individualsportarten, und es kommt in der Mannschaft darauf an, den besten Mann möglichst wirkungsvoll einzusetzen und ganz vorne über die Ziellinie zu bringen“), der  neue Mann Jonathan Ries (kam für Lorenz Mohr in die Mannschaft des dreimaligen Landesmeisters) schlug ein wie eine Bombe, und auf der Gegenseite gab es nach dem überraschend klaren und auch der Höhe nach völlig verdienten Erfolg der Elmshorner ratlose Gesichter („wir haben in einigen Begegnungen nicht so gefochten, wie wir es uns vorgenommen hatten“).

Da tat es auch überhaupt nichts zur Sache, dass Elmshorns Erfolgsfechter Gerald Hinz vergleichsweise unspektakulär agierte und sich selbst nicht richtig in Form fühlte. Defensivkönig Nils Lienau begann die Partie verhalten und trennte sich von Hendrik Saggau mit 1:1, und Hinz musste zunächst einen Rückstand hinnehmen, hatte aber noch genügend Spielraum, um gegen Florentin Thum am Ende einen Treffer Vorsprung für seine Mannschaft herauszuarbeiten. Jonathan Ries sorgte für die erste Überraschung , als er gegen den starken Angreifer Wolf-Gunther Richter den EMTV-Vorsprung auf drei Punkte vergrößerte.

Eine der Schlüsselszenen der Partie war Ries’ Gefecht gegen Hendrik Saggau. Die Führung der Elmshorner (Nils Lienau hatte gegen Thum einen weiteren Treffer beigesteuert) war schnell egalisiert, aber Ries knickte nicht ein, behielt die Nerven und konnte den Rest der Begegnung ausgeglichen gestalten und immerhin noch einen Treffer für sein Team durchreichen. Kurz darauf sorgte Ries durch 7:2 teilweise durch sensationelle Handtreffer gegen den technisch durchaus beschlagenen Florentin Thum  herausgefochtene Treffer für die Vorentscheidung. Nils Lienau stellte seine Reputation in der Defensive gegen die bullig- vehemente Aufholjagd des extra eingewechselten Armin Stadter fast körperlos, aber punktgenau auch praktisch unter Beweis und übergab Gerald Hinz für die letzte Etappe einen bei nur noch 5 durch Hinz zu setzenden Treffern faktisch uneinholbaren 11 Punkte Vorsprung: Elmshorns weltcuperfahrener Routinier und Landesranglistenerster erledigte den Zieleinlauf souverän...

Am Rande:
Im Vorfeld gab es einige Diskussionen wegen der elektrisch leitenden Fechtbahn, welche der EMTV nicht hat und infolgedessen die Elmshorner ihr zugelostes Heimrecht an Segeberg abtreten mussten. Der Fairnesspreis geht aber eindeutig an den Segeberger Wolf-Gunther Richter. Einen im Nahkampfgewühl durch den Referee zuerkannten Punkt lehnte Richter ab, da er – das war für Außenstehende nicht zu sehen – vorher den Boden neben der Planche getroffen hatte. Wenig später wollte der Unparteiische einen erst im zweiten Nachsetzen durch Gerald Hinz erzielten Treffer nicht werten, aber Richter ärgerte sich derartig vehement darüber ,dass er in dieser Situation nicht richtig fortgesetzt hatte, dass dem Kampfrichter kaum mehr eine andere Wahl blieb, als den Punkt auch zu geben.     

Die vieldiskutierte Planche erfüllte ihren Zweck übrigens nur bedingt – gleich dreimal parierte Hendrik Saggau im Schlussgefecht die Waffe von Gerald Hinz vor der eigenen Riposte auf den Boden neben der Bahn. Gemessen am Endergebnis zwar lediglich akademisch, im Moment aber dennoch ärgerlich für den jungen Athleten vom Kalkberg... nl

 
andere Artikel 2006