Ohne Punkte, trotzdem gut
EMTV Degenfechter in Kopenhagen auf Pl. 5 (Hannah Kraken) und Pl. 14 (Nils Lienau)
Zwar bleibt EMTV-Degenfechter Nils Lienau bei seinem einen Zähler in der Weltrangliste, und bei den Junioren wurden für Hannah Kraken (Platz 5) gar keine Punkte vergeben; die Elmshorner konnten mit Ihrem sportlichen Auftritt in der dänischen Hauptstadt bei den „Trekanten Open“ zufrieden sein.
Vor allem Hannah Kraken überraschte bei ihrem ersten Turnier seit einem Dreivierteljahr durch eine insgesamt sehr flüssige Vorstellung. Total locker, immer konzentriert und im richtigen Moment blitzschnell nach vorne und punktgenau – ganz offensichtlich hatte sie sich von den Begegnungen des Satellitenweltcups am Vortag einiges abgeschaut und war so stark war sie noch nie. Da störte auch das etwas überraschende „Aus“ gegen Louise Hooge (FK Trekanten Kopenhagen) den hervorragenden Gesamteindruck nur unwesentlich. Nach fast fehlerlosen Vorrunden hatte Kraken im Direktausscheid zunächst die Norwegerin Sunniva Kyhn (Attaque Oslo) mit 15:7 distanziert. Es siegte Jennifer Sandmann (Offenbach) vor der Estin Julia Zuikova.
Nils Lienau befürchtete zwischenzeitlich, noch nicht einmal mehr den Durchgang der besten 32 schaffen zu können. Zu Beginn der zweiten Vorrunde bremste eine Verletzung sämtliche Optionen in der Offensive, und nur seiner Routine und legendären Defensivstärke verdankte es der EMTVer, quasi aus dem Stand noch vier Begegnungen über die Zeit bringen zu können und im stark besetzten Feld der 55 Teilnehmer den Direktausscheid zu erreichen. Dort war weder für Michael Danielsen (Kopenhagen), 15:3, noch für Peter Larsson (Lund, Schweden), 15:7, ein Durchkommen. Für den Einzug unter die besten Acht, welches mit einem Weltcuppunkt belohnt worden wäre, reichte gegen den über zwei Meter langen Schweden Kim Moumen die erzwungene strikte Defensivtaktik nicht (8:15). „Der ist zu lang, da war ich immer zu weit weg, und ich hätte hier unbedingt auch sehr schnelle Gegenangriffe machen müssen. Das ging leider nicht, und Platz 14 wäre auch ohne Verletzung in dem heutigen Feld ein schönes Ergebnis.“ Es gewann der Este und Ex-Sowjet-Nationalfechter Viktor Zuikov in einem hochklassigen Finale vor dem Finnen Denis Bade. nl
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