EMTV-Degenfechter in Kiel in Finallaune-Fechter in Kiel erfolgreich
Alle EMTV Fechter im Finale
Für die Degenfechter des EMTV war es ein lohnendes Wochenende – beim 21ten Internationalen Turnier des Kieler MTV erreichten alle angetretenen Elmshorner das Finale der besten acht und somit die Preisränge und scheffelten im Nebeneffekt noch reichlich Punkte für die Landesrangliste. Dabei wurde das gute Ergebnis der Herren (Nils Lienau wurde Dritter, Gerald Hinz erreichte Platz 7) vom Samstag noch am Folgetag von den Damen übertrumpft: Hannah Kraken erfocht sich Silber, ihre Mutter verpasste nur knapp das Familien-Medaillendoppel und wurde 4te.
Dabei mußte Lienau nach einer 10:15 Niederlage gegen Florentin Thum (FG Segeberg) zunächst in den Hoffnungslauf, kam aber so um eine Auseinandersetzung mit seinem Vereinskollegen Gerald Hinz vor dem Finale herum. Hinz wiederum konnte sich nach 4:5 Rückstand in einer wirklich sehenswerten Leistung klar gegen Thorsten Wanger (Hamburger FC) durchsetzen, und gewann auch gegen Lienau’s Bezwinger Thum souverän 15:5. Im Hoffnungslauf konnte Lienau zeigen, dass er die Tips, mit denen er Gerald Hinz während seines Gefechtes gegen Wanger versorgte, auch selbst umsetzen konnte: beim Stande von 6:1 wechselte der Hamburger seine Waffe und haderte auch weiterhin mit der (allerdings funktionierenden) Elektrik, während Lienau das Gefühl genoß, dass einfach alles ging und seinen Kontrahenten mit 15:3 regelrecht „einstampfte“. Auch im Folgegefecht konnte Lienau einen 4:8 Rückstand gegen Lennart Resemann (Winsen) noch in einer Energieleistung umdrehen (15:13) und erreichte so das Finale. Dann standen sich die beiden Elmshorner, die im K.O. übrigens die mit Abstand höchsten Siege erzielten, direkt gegenüber. Lienau ging schnell mit 4:1 in Führung, und Gerald Hinz schafft es nicht, obwohl er versuchte, mit seinem Gegenüber Katze und Maus zu spielen, einem direkten Schlagabtausch aber aus dem Weg ging, um Lienau zu zermürben und ihn zu unbedachten Gegenangriffen zu provozieren, wieder heranzukommen. Als Lienau mit einem weltklasseverdächtigen Stoß präzise unter die Hand das 14:11 erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Hinz kam zwar noch mal um zwei Punkte heran (beim ersten Versuch war Lienau zu gierig und suchte zu schnell die Entscheidung, beim zweiten Mal wartete er zu lange in der Defensive), doch beim dritten Versuch setzte Lienau mit einem Doppeltreffer den 15:14 Siegpunkt.
Zwar verlor Lienau im Halbfinale gegen Armin Stadter (FG Segeberg) trotz 10:7 Führung überraschend die Linie und verlor mit etwas Pech 13:15, konnte sich nach schlechtem Start (1:5) noch im Kampf um Platz 3 mit 15:14 gegen Olaf Ziebell (ETV Hamburg) durchsetzen.
Hannah Kraken (9Siege, eine Niederlage) und ihr Mutter Susanne (7 Siege, 2 Niederlagen) ließen in den Vorrunden keinen Zweifel an ihrer guten Form aufkommen. Während Hannah ihre Finalbegegnungen gegen Carolin Möck (FG Segeberg) und Christiane Cromm (ETV Hamburg) knapp, aber nervenstark mit 15:14 für sich entschied, war Susanne gegen Katja Wunderlich (ETV Hamburg) klar überlegen (15:8), verlor im Anschluß allerdings gegen Melanie Feistauer (FG Segeberg) und verpasste somit das Familienduell. Im Kampf um Platz drei war dann der Schwung weg. Nicht viel erfolgreicher war Hannah Kraken im Finale und hatte gegen Melanie Feistauer zu wenige richtig gute Szenen, um gegen die starken Paraden ihrer Gegnerin etwas auszurichten – am Ende waren die Elmshornerinnen mit ihren aufgrund der starken Vorrunden mehr als verdienten Platzierungen hochzufrieden.
Am Rande: Mutter und Tochter- Team